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06. Juli 2024

Abschied von drei langjährigen Lehrerinnen der Anne-Frank-Gesamtschule

Abschied von drei langjährigen Lehrerinnen der Anne-Frank-Gesamtschule

Kerstin Jedner, Christa Quinez und Claudia von Allwörden gehen in den Ruhestand

Havixbeck. Billerbeck. Das Schuljahresende ist auch Abschiedszeit an der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG). In diesem Jahr gehen drei Lehrerinnen in den Ruhestand, die die AFG mit aufgebaut und geprägt haben: Christa Quinez, Kerstin Jedner und Claudia von Allwörden.

Wer Kerstin Jedner auf dem Flur begegnet ist, sah sie schon von weitem leuchten. Stets trug die Sportlehrerin, die zudem Latein unterrichtete, grellbunte Funktionskleidung – ein Markenzeichen von praktischem Nutzen, denn die rund 20 Kilometer zwischen ihrer Wohnung in Münster und der Gesamtschule legte sie fast täglich auf dem Rad zurück. „Lehrerin ist mein Traumberuf bis heute“, sagt Jedner, die im ersten Beruf Physiotherapeutin ist. In der Schule baute sie auf pädagogische Konsequenz und ein Kollegium, von dem sie sich stets unterstützt fühlte.
Nachdem sie vor vielen Jahren „eher zufällig“ nach Havixbeck gekommen ist, beteiligte sie sich an vielen besonderen Aktionen, darunter das 30-Kilometer-Wandern mit Oberstufenschülern, der Triathlon oder der Baumberger Grenzlauf. Die Fahrt nach Rom gebe es bis heute vor allem deshalb, betonte Schulleiter Dr. Torsten Habbel in seiner Dankesrede, weil die engagierte Lateinlehrerin für ihr Fach gekämpft habe. Ebenso sei es unter anderem ihr Verdienst, dass der Soccer-Court und das Grüne Klassenzimmer den Schulhof bis heute bereichern. Konstruktive Kritik und faires Streiten seien ihr stets wichtig gewesen, die Schülerinnen und Schüler, die sie „jetzt schon vermissen“, lagen ihr am Herzen.

„Ich habe die allerbesten Kollegen der Welt!“, sagt Christa Quinez zum Abschied und betont, wie gerne sie an der AFG für und mit ihren Schülerinnen und Schülern gearbeitet hat. Schulleiter Habbel verweist ihr bescheidenes Auftreten am Ende eines außergewöhnlich beeindruckenden beruflichen Lebensweges: Nachdem Quinez die Hauptschule in Billerbeck besucht hat, wechselte sie für das Abitur nach Coesfeld und studierte anschließend Pädagogik, Englisch, Erdkunde und Theologie. Nach Stationen in Borken und Essen kam sie „durch eine glückliche Fügung“ vor 31 Jahren nach Havixbeck, wo sie bald zusätzlich Hauswirtschaftslehre unterrichtete und gemeinsam mit Eltern sowie Schülerinnen und Schülern ihr Schülercafé aufbaute. Für den Förderverein habe sie „hohe Summen“ erwirtschaftet, lobte Habbel. „Geld, das Klassenfahrten sowie zahlreichen Projekten des Fördervereins zugutekam.“

Claudia von Allwörden verabschiedet sich, „um zu bleiben“; noch acht Stunden wird die Lehrerin für Englisch und Gesellschaftswissenschaften im kommenden Schuljahr unterrichten. Nach ihrem Start 1989 an einer der großen Gelsenkirchener Gesamtschulen wurde sie bald Beratungslehrerin. Und obwohl sie die Möglichkeit hatte, in die Schulleitung zu wechseln, blieb sie lieber bei ihren Schülerinnen und Schülern. Dabei habe sie stets „klare Positionen“ bezogen, auch wenn diese nicht immer für alle angenehm waren. Dabei habe sie nie auf Prinzipien beharrt, denn „Konsequenz darf nicht zum Selbstzweck werden“, sondern müsse den Schülerinnen und Schülern guttun. Innerhalb des Kollegiums sei es ihr wichtig, „an einem Strang“ zu ziehen, um die Kinder und Jugendlichen optimal zu fördern. „Ihre jahrelange Erfahrung ist ein Geschenk für alle“, sagte Habbel, der sich gemeinsam mit der Schulgemeinschaft freut, dass von Allwörden noch ein wenig bleibt.