27. Januar 2026
Kooperation mit IT-Experten bildet Brücke ins Berufsleben
Havixbeck. Billerbeck. Das Klima in Klassenzimmern ist nicht zu unterschätzen. Ist die Luft abgestanden, lässt die Konzentration nach. Ist es dagegen frisch und kühl, wird es schnell ungemütlich. Eine Gruppe von Neunt- und Zehntklässlern möchte wissen, wie sich das Raumklima optimieren lässt und baut an der Anne-Frank-Gesamtschule eigene Messstationen.
Im Rahmen des Projekts „Smart Classroom“ entwickeln die Jugendlichen vom Sensor bis zur Website alles selbst, dazu gehören zum Beispiel programmierte Datenbanken und Mikrocontroller mit Sensoren. Ermöglicht wird das Projekt durch Afra und Robert Holtstiege von der Bürgerstiftung Havixbeck, die den „Smart Classroom“ finanziell maßgeblich unterstützen sowie durch die Gemeinschaftsoffensive zur Förderung des MINT-Nachwuchses „Zukunft durch Innovation“ in Nordrhein-Westfalen. Das Projekt ist Teil des zdi-Netzwerks (Zukunft durch Innovation) im Kreis Coesfeld und verfolgt das Ziel, die Berufs- und Studienorientierung von Schülerinnen und Schülern zu fördern.
Professionelle Unterstützung gewinnt der Projektkurs durch den selbstständigen Fachinformatiker und IT-Experten Dirk Teichmann. „Ziel des Projekts ist es, Technik praktisch erlebbar zu machen“, sagt Techniklehrer Markus Brameier, der das Projekt leitet. Didaktisch gehe es darum, digitale Kompetenzen, Problemlösestrategien und ein Verständnis für reale Anwendungen von Informatik zu entwickeln.
Das Projekt ist im Rahmen der berufsvorbereitenden ZACK-Kurse auf ein Jahr angelegt und startet bald in die zweite Phase: „In einzelnen Klassenräumen werden Messstationen aufgebaut“, erklärt Brameier. „Über Sensoren werden die Luftwerte gemessen und mittels der Soft- und Hardware ,Arduino‘ erfasst. Auf diese Weise können konkrete Empfehlungen zum Lüften und Heizen festgehalten werden, die letztlich allen Schülerinnen und Schülern zugutekommen.“ Der Projektkurs wiederum profitiere davon, praxisnahe Erfahrungen zu sammeln.
„Mit diesem anwendungsbezogenen Projekt gewinnen unsere Schülerinnen und Schüler realistische Einblicke in die Berufswelt“, freut sich Schulleiter Dr. Torsten Habbel. „Die Jugendlichen blicken hier deutlich über den Tellerrand dessen, was unser Schulcurriculum vorsieht – eine Kooperation, die nicht nur wertvoll für die berufliche Orientierung ist, sondern auch für das Erkennen persönlicher Interessen und Stärken.“
Fotohinweis: IT-Experte Dirk Teichmann mit Schüler Lennard Frieling aus der Klasse 10.2 beim Programmieren der Hard- und Software. (Foto: Habbel)