29. Mai 2026

Sechstklässler der Anne-Frank-Gesamtschule besuchten das Archäologische Museum in Münster
Billerbeck. Wie arbeiteten die Menschen im alten Rom? Was aßen sie? Und wie verbrachten sie ihre Freizeit? Sechstklässler der Anne-Frank-Gesamtschule wollten es genau wissen und besuchten das Archäologische Museum in Münster. An verschiedenen Stationen setzten sie sich aktiv mit dem antiken Alltag auseinander, schlüpften in die Rolle von Legionären und spielten wie römische Kinder mit Würfeln aus Ziegengelenken.
„Ein besonderes Highlight war die Arbeit in Expertengruppen“, erzählt Lisa-Marie Mansfeld, die ihre Klasse 6.6 gemeinsam mit Kollegin Sandra Schulze Zumkley begleitete. „Die Kinder erforschten eigenständig Themen und präsentierten ihre Ergebnisse anschließend den anderen. So wurden sie selbst zu Rom-Expertinnen und -Experten.“
Neben Wasserversorgung durch Aquädukte, die zum Beispiel für die berühmten Thermalbäder von Bedeutung waren, wurde die Freizeitgestaltung thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren Wissenswertes zu Gladiatorenkämpfen und Wagenrennen, an denen im Circus Maximus Gespanne mit bis zu vier Pferden um die Wette fuhren. „Im Gegensatz zu heutigen Popstars gab es damals Sklaven, die als Wagenlenker berühmt wurden“, wissen die Sechstklässler.
Die zwölfjährige Emmi hat vor allem die Münzsammlung beeindruckt. Rund 10000 Exemplare machen die Sammlung aus, darunter einige besonders sehenswerte Münzen in chronologischer Anordnung. Von einer Münze ist die Schülerin besonders beeindruckt: „Diese Münze gibt es nur drei Mal auf der Welt, sie in echt zu sehen, war etwas Besonderes.“
Klassenkamerad Henri fand vor allem den Workshop zu Totenkult und Bestattungskultur spannend. „Es gab sogar eine Mumie, die wir uns angucken konnten und auch verschiedene Urnen aus der Römerzeit - das war beeindruckend.“
BU: Bisrat, Luca und Edda stellen Kinderspiele aus dem alten Rom vor. (Foto: Mansfeld)