12. November 2025

Anne-Frank-Gesamtschüler beim Regionaltreffen der Schulen gegen Rassismus
Münster. Havixbeck. Was können Jugendliche tun, wenn sie im Internet mit Rechtsext-remismus konfrontiert werden? Wie lässt sich sicher herausfinden, ob es sich bei den dargestellten Inhalten um Fake News handelt? Und gegen welche Bevölkerungsgrup-pen richtet sich Hasspropaganda?
Antje Hilbert und Max Meimann von der Schülervertretung (SV) der Anne-Frank-Gesamtschule sowie die beiden Schülersprecher Carlotta Müller und Malte Lengers in-formierten sich im Rahmen eines Regionaltreffens des Netzwerks der Schulen, die wie die Havixbecker Gesamtschule als „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ ausge-zeichnet sind. Im Landeshaus des LWL ging es vorrangig um die zentrale Rolle von soci-al media in der Verbreitung rechtsextremer Hasspropaganda. Im Austausch mit ande-ren Schülervertretungen diskutierten die Jugendlichen darüber, wie man Rechtsextre-mismus auf Tik Tok, Gaming-Plattformen oder Messenger-Gruppen erkennt und welche Möglichkeiten es gibt, auf entsprechende Inhalte zu reagieren.
„Das Vorgehen ist häufig subtil“, weiß Anna-Lena Treese, die die Schülerinnen und Schüler als stellvertretendes Mitglied der SV begleitet hat. „Immer wieder werden kon-kret Emotionen geweckt und dadurch Feindbilder erzeugt. So entstehen vielfältige Formen von Rassismus, nicht nur gegen Menschen mit Migrationshintergrund, auch Queerfeindlichkeit und Homophobie verbreiten sich auf diese Weise rasend schnell.“ Wichtig sei es, Fakten zu checken, diskriminierende Inhalte zu melden und notfalls auch die Polizei einzuschalten.
Die vier Schülerinnen und Schüler haben sich vorgenommen, ihr Wissen weiterzuge-ben. „Wenn ich mitbekomme, dass Mitschülerinnen und Mitschüler aufgrund ihrer Herkunft oder Religion angegriffen werden, versuche ich, über Desinformation und Propaganda aufzuklären“, sagt Antje (15). Malte (17) ergänzt: „Ob es sich nun um se-xuelle Orientierung, soziale Herkunft, Religion oder Kultur handelt – die Menschenwür-de ist unantastbar.“
Wer unsicher ist, aus welcher Quelle Informationen stammen, kann diese über den WhatsApp Faktencheck prüfen lassen unter: 0049 160 347 6409
BU: Antje Hilbert, Max Meimann, Malte Lengers, Anna-Lena Treese und Carlotta Müller tauschten sich im LWL Landeshaus mit Schülern und Experten über Rechtsextremis-mus und Desinformation aus. (Foto: SOR)