17. Juli 2026
Abschied von Anke Haman und Margret Leuters
Havixbeck. Billerbeck. Am Ende des Schuljahres heißt es neben der Freude über erreichte Schulabschlüsse auch immer: Abschied nehmen. Neben den
vier Bundesfreiwilligendienstleistenden (BufDis), Fynn Ehling, Jamie Hauling, Helen Schneider und Dominik Scholten, verabschiedete Schulleiter Dr. Torsten Habbel mehrere Lehrerinnen und Lehrer, darunter Barbara Frevert, die ihren Dienst vor 20 Jahren in Havixbeck angetreten hatte und am Schluss hauptberuflich im Personalrat tätig war.
Anna Austermann, Marietheres Tkotz und Justus Kalthoff verlassen die Schule nach drei Jahren, um den durch den Wechsel von G8 auf G9 gestiegenen Bedarf am Gymnasium aufzufangen. Der Schulleiter dankte ihnen für ihr großes Engagement, ebenso wie Lars Voigt, Leiter der Schulband und „leidenschaftlicher Lehrer in naturwissenschaftlichen Fächern“, der die Schule nach zehn Jahren aufgrund eines Wohnortwechsels verlässt.
Zwei Kolleginnen wurden in den Ruhestand verabschiedet: Margret Leuters und Anke Haman. Letztere war nur drei Jahre an der Schule, hatte sich aber sehr schnell eingelebt. „Ich habe unfassbar gute Laune, wenn ich hier arbeite“, sagte Haman, die sich nach ihrer 20-jährigen Tätigkeit an einer Hauptschule in Borghorst und dem sich anschließenden Engagement an der Geschwister Eichenwald Schule als „Ersatzerziehungsberechtigte“ bezeichnet. In Zusammenarbeit mit den Eltern löste die Lehrerin für Mathematik, Sport und Hauswirtschaft so manches Problem, wobei sie stets das Potential der Jugendlichen sah. Das, wie sie sagt, „Nette“ in ihnen.
Margret Leuters unterrichtete knapp 20 Jahre an der Anne-Frank-Gesamtschule Technik, Hauswirtschaft, Gesellschaftswissenschaften und Mathematik. Aus einer Bauernfamilie stammend, waren praktische Kompetenzen gefragt: Schon mit sechs Jahren konnte sie Kartoffeln schälen. Spring- und Dressurreiten war ihr großes Hobby. „In deinen späteren Beruf hast du daraus die Erkenntnis mitgenommen, dass Erfolge helfen, Stabilität im Leben zu bekommen!“, sagte Habbel in seiner Laudatio.
Nach vielfachen Schulwechseln, in denen sie Jugendliche betreute, die sich nur schwer integrieren ließen, kam sie an die Gesamtschule Recklinghausen-Süd und lernte diese Schulform besonders schätzen: „Gesamtschullehrkräfte sind besonders. Sie sind hilfsbereit, sie haben mich sofort aufgenommen.“ Seitdem war sie Klassenlehrerin aus Leidenschaft, zuletzt in Havixeck: „Man liebt ja seine Schülerinnen und Schüler“. Nach einer Pause, in der sie sich um Kinder, Eltern, Bruder und den heimischen Schreinerbetrieb gekümmert hatte, bot ihr Dr. Habbel an, zurückzukehren. Seitdem unterrichtete sie Technik, Mathe und Gesellschaftswissenschhaften, in den höheren Klassen am liebsten G-Kurse: „Ich erkläre so lange, bis auch der letzte es kann. Ich helfe gern“, so Leuters. Darüberhinaus war es ihr stets wichtig, die Kinder und Jugendlichen anzuhalten, voneinander zu lernen: „Unsere Schule ist voller Vorbilder – sowohl auf Seiten der Schülerinnen und Schüler als auch der Kolleginnen und Kollegen.“ Nun geht sie zwar in den Ruhestand, aber unterrichtet noch ein paar Stunden ihr Lieblingsfach Technik. Es sei ihr „eine große Freude“, noch etwas zu bleiben.