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07. Juli 2025

Fußball, Klimawandel, imaginäre Zahlen, Poesie und vieles mehr

Fußball, Klimawandel, imaginäre Zahlen, Poesie und vieles mehr

Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule stellten ihre Expertenarbeiten vor

Billerbeck. „Herzlich Willkommen zur Welt der Poesie“, begrüßt Carlotta Müller die Vortragsgäste in der Geschwister-Eichenwald Aula und wird direkt selbst poetisch, wenn sie davon spricht, dass in poetischen Werken „Wörter tanzen und Reime die größten Partys feiern“. In ihrem achtminütigen Vortrag erfährt die interessierte Zuhörerschaft nicht nur, dass zwischen Lyrik und Poesie unterschieden werden kann, es geht auch um Poetry Slam – eine Art „Dichterschlacht“, wie sie sagt. Die Neuntklässlerin kennt sich aus, denn Carlotta liest nicht nur Lyrik – vorzugsweise von Lieblingsdichterin Mascha Kaléko – sondern schreibt auch regelmäßig eigene Texte, die sie in Poetry Slams präsentiert. Einer dieser Beiträge thematisiert auf ergreifende Weise die Innensicht einer blinden Frau. Das Publikum ist sichtlich gerührt.
Carlotta hat ihren Vortrag im Rahmen des sogenannten diFF-Projekts erarbeitet. DiFF steht für diagnosebasiertes individuelles Fordern und Fördern. Franziska Trappehl und Roman Hinze, Lehrer der Gesamtschule, führen das Projekt in diesem Jahr zum dritten Mal in Kooperation mit der Universität Münster (Abteilung LemaS – Leistung macht Schule) durch. In diesem Jahr sind mit dem Jahrgang 6, 8 und 9 drei verschiedene Jahrgänge beteiligt. 22 Schülerinnen und Schüler – so viele wie nie zuvor - tragen ihre Ergebnisse in diversen Räumen vor. Einige von ihnen sind schon zum dritten Mal dabei. Zum Beispiel Ella Bertmer (16), die sich mit der Geschichte des Films auseinandergesetzt und dafür Niederländisch nachgearbeitet hat. „Das war schwierig, dafür kann ich hier mein eigenes Thema auswählen und mir wird nichts vorgegeben. Hier bin ich mein eigener Chef.“
„Vor allem die älteren Schülerinnen und Schüler sind sehr konzentriert bei der Sache und erproben auch neue technische Formate“, sagt Trappehl. Achtklässlerin Antonia Höfer etwa hat erforscht, wie Meerestiere kommunizieren und stellt einen Teil der Ergebnisse in einem Podcast vor, den sie gemeinsam mit Freundin Milly produziert hat. Wer mehr wissen möchte, kann den QR-Code scannen und erhält den ganzen Beitrag. Ella Bertmer hat gemeinsam mit David Hebben einen Filmbeitrag gedreht, eine Art „Kinder-Wissens-Show“, wie sie sagt.
Die Natur ist ein beliebtes Thema, das häufig gewählt wird, etwa der Amazonas Regenwald, den Sechstklässlerin Milla Kippschnieder vorstellt. Lennard Platen erklärt Evolution, Nala Enwereji beschäftigte sich mit Oktopoden, Marlene Ostendorf mit bedrohten Säugetieren. Johanna Grötker erklärt in ihrem Vortrag den Klimawandel und macht deutlich, dass wir etwas für unsere Welt tun müssen.
Beliebt sind auch Themen rund um den Sport, etwa Tom Heinrichs Frage: Wie wird man Fußballprofi? Oder Maya Becks Vorstellung der Kampfsportdisziplin Karate. Speziell dagegen Klara Tietmeyers Darstellung der Zahlenmengen in der Mathematik. „Mich haben besonders die Imaginären Zahlen interessiert“, sagt die Achtklässlerin. In ihrem Vortrag wird deutlich, dass diese eine hohe Bedeutung für die Quantenmechanik haben. „Wir brauchen diese Zahlen, um den Kosmos und das Universum zu beschreiben.“
„Unsere Schülerinnen und Schüler haben viel gelernt“, lobt Trappehl das Engagement ihrer Experten - angefangen von der Computernutzung, über Recherche und Auswertung, bis hin zur eigentlichen Präsentation. „Im Vortrag sind viele von ihnen noch einmal über sich hinausgewachsen.“

Gruppenfoto: Am Ende wurden alle Experten mit einer Urkunde ausgezeichnet. (Trappehl)